ZÜCHTEN:

Pflanzen oder andere Lebewesen zu züchten bedeutet immer auch, ihr Erbgut und ihre Gestaltform zu verändern. Was im 11. Haus zum Ursprung gekommen ist, erhält im 10.Haus die Bestimmung seiner Gestalt, die dann im 7. Haus zur Gestalt der Gegenwart wird, im II. Quadranten wächst und im 2. Haus ihre Form erhält, die der ursprünglichen Gestalt entspricht.

Greift man nun bei der Bestimmung der Grenzen der Gestalt ein, indem das Erbgut künstlich verändert bzw. kombiniert wird, so trifft die wahre Gestalt im 8. Haus auf das veränderte Erbgut und kann folglich nicht ungehindert Gegenwart werden. Das materielle Samenkorn mit der Erbsubstanz findet sich natürlich nicht im 8. Haus sondern als materielle Erscheinungsform der zur Gestalt gehörenden vererbten Bilder der Erfahrung im 2. Haus. In diesem Sinne ist das Samenkorn sozusagen das 2.Haus des 8. Hauses, eben die reale Erscheinungsform des Gestalterbes von Gattung und Vorfahren. Wenn nun die betreffende Gestalt in die Zeit gefügt wird, d.h. also die Gestalt ihren „Startschuß“, ihren „Trigger“ zur Gegenwartswerdung in dem für sie bestimmten Gestalt-Zeitablauf-Gefüge bekommt, dann kann Pluto in 8 von dem, was aus dem IV. Quadranten in 8 ankommt, offenbar nur das ausliefern, wofür auch ein entsprechend kohärentes materielles Samenkorn vorliegt. Wenn die Gestalt im 8. Haus angelangt ist und Pluto sozusagen feststellen muß, daß im gegenüberliegenden 2. Haus – am Ende des Weges in die Erscheinung – nur das veränderte Samenkorn als Erscheinungsform zur Verfügung stehen wird, so kann er dementsprechend, auch nur eine unvollkommene Gestalt in die Gegenwart ausliefern. Außerdem kommt es dann in der Folge zu einer Rückmeldung aus dem 8. Haus, dem Haus der Erbinformation an das 10. Haus (Pluto-Saturn), in welchem die Fügung der Gattungsgestalt in die Zeit ja vorbereitet wird. Über diese Rückmeldung in die Zeitlosigkeit des 10. Hauses wird die künstlich herbeigeführte Änderung unwiderruflich und ist menschlicher „Reparatur“ nicht mehr zugänglich. In der Folge ist bei jedem weiterem Zum-Ursprung-Kommen der Gestalt der Ursprung durch die Information aus Haus 8 blockiert (Pluto-Uranus), denn Uranus kann nun nicht mehr zum ihm gemäßen Saturn werden, da ihn ein veränderter Saturn, d.h. eine veränderte Grenze der Gattungsgestalt erwartet und in Empfang nimmt. Schon ist ein Uranus-Saturn geboren – die Unvereinbarkeit von Ursprung und Form, bei der die Schicksalbestimmung auf der Strecke bleibt.

Bei Züchtungsmethoden wie Aufpfropfen o.ä. werden zwei zunächst authentische Gestaltformen nach einem Schnitt in die Fügung (Mars-Jupiter) künstlich zusammengefügt (Jupiter-Pluto). Auch hier ist die Lücke des dem Jupiter-Pluto zugrunde liegenden Jupiter-Neptun ein Saturn-Uranus, der das tut, was Lücken zu tun pflegen, er wird real. Wieder entspricht die Form nicht dem Ursprung und der Gestaltbestimmung. Diese „Scheinharmonie“ der neuen Form wird vermutlich irgendwann unter Erstickung des Uranus in einer starren und rigiden Form enden, die nicht mehr den Anforderungen der stets im Wandel befindlichen Zeitqualität entspricht. Sollte Uranus stärker sein, könnte es in der Folge irgendwann zu einer spontanen unkalkulierten und ungewollten Mutation kommen. Bei Gentechnik oder anhand biochemischer Methoden wird auf diesen Umweg verzichtet und direkt in das Erbgut eingegriffen. Die Signatur für diese Fügung nach der Vorstellung ist Pluto-Jupiter.

KONSERVIERUNG – ALS REALE METHODE UND ALS IDEE IM NATURSCHUTZ:

Neben dem Eingriff in das Erbgut beinhalten die diversen Versuche und Methoden einer Konservierung dieselbe Problematik. Künstliche Samenkonservierung, ob nun pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Samens, ob über Tiefgefrieren (Uranus!) oder als Naturschutzprojekte, ist letztlich der Versuch, aus der entstandenen Form des 2. Hauses (konkreter Samen) eine Art Abziehbild zu gewinnen (Abstraktion), und mit dieser Information der Erbinformation des Samens dann den III. Quadranten zu versorgen, um daraus wiederum über den II. Quadranten des Lebens eine Replika, eine der ersten gleiche Form im 2. Haus entstehen zu lassen. Das Fatale daran ist, daß dies ohne einen vorangegangenen IV. Quadranten geschieht, bzw. nur über einen besetzten solchen (Pluto-Uranus). Das heißt, man greift zwar im III. Quadranten in die Gegenwartsvorbereitung und spätere Gestaltwerdung als Leben ein, dieser Eingriff hat jedoch keine Grundlage in dem, was aus der Zeitlosigkeit des IV. Quadranten zum Ursprung kommt und Zeitfügung für die Gegenwart werden soll. So ist es ein verwaistes Geisteskind, das hier in die Gegenwart entlassen wird. Zudem steht es nicht in Übereinstimmung, und damit im Widerspruch zur wahren Gestalt der Zeit, die ja seit Urzeiten weiterläuft. Fügung von Schicksal und Dasein kann in einem solchen Zusammenhang nur sehr gestört ablaufen.

Im Prinzip entspricht diese Vorgehensweise der Grundhaltung von Magie und Esoterik. Auch dort benutzt man bereits vorhandene Formen (Zeichen, Mandalas, Formeln, Rituale), „abstrahiert“ von der realen Form und „schmuggelt“ diese Information in den III. Quadranten von Geist und Bewußtsein ein, „vorbei“ am authentisch zum Ursprung gekommen Fluß der Zeit, um reale Erscheinungsformen zu erhalten, die der Vorstellung der jeweiligen Information entsprechen. Dabei wird die Gegenwart, die ja eigentlich der „himmlischen Idee“ vorbehalten war, von einer menschlichen Vorstellung besetzt, sozusagen als Geisel genommen, und die eigentliche Gestalt der Zeit kann nicht Gegenwart werden, ist also verdrängt. Was der Himmel wollte, schert dabei niemanden. Der IV. Quadrant wird ausgeschlossen. Der Vorgang soll unabhängig davon passieren, was im Himmel zum Ursprung kommt.

Beim Klonen wissen wir, dass es nicht funktioniert. Im Genmaterial, das letztlich die ererbten Bilder der Erfahrung speichert, ist auch die jeweils dazugehörige Fügung des Zeitablaufs enthalten, da die Form (das Gen) selbst nur geronnene, zu Raum und Masse verdichtete Zeit ist. Das geklonte Wesen ist folglich von Geburt an so alt, wie sein Vorbild und altert und stirbt dementsprechend früh. Insgesamt hat Gentechnik beim Menschen bis jetzt nicht funktioniert, da das Immunsystem (Mars-Neptun) durch unkontrollierbare Immunreaktionen zerstört, was nicht dem Prinzip der Gestalt entspricht und auf diese Weise den Zorn des Poseidon (Mars-Neptun) umsetzt.

Es wäre interessant, Horoskope von Menschen zu sehen, die durch Verwendung konservierten Spermas gezeugt wurden. Eigentlich können sie nur einen gestörten Uranus aufweisen, da ihr Ursprung nicht dem Prinzip entspricht, sondern einer Vorstellung. (Pluto-Uranus). [Zwischenzeitliche Erfahrungen bestätigen dies durchweg.]

Was nun den ehrenwerten Versuch angeht, Pflanzen und Tiere über Samenbanken dem Welterbe zu erhalten, sei folgendes gesagt. Meiner Ansicht nach können Pflanzensamen nur dann aufgehen und in ihr lebendiges Gestaltgefüge wachsen, wenn die jeweilige Gestalt der Pflanze (DER Tannenbaum, DER Holunderstrauch) noch als Gattungsgestalt aus dem 10. Haus über den MC in die Zeit kommen kann. Ist ihnen dies durch Rückmeldung an die Gattungsgestalt oder die Zerstörung des Lebensgefüges, dem sie angehören nicht mehr möglich, dann kann folglich auch kein Samen mehr aufgehen. In einer Zeit, die so beschaffen ist, daß sie keine Gestalt einer Eberesche mehr zuläßt, können einzelne Ebereschen kein Dasein mehr haben und nicht mehr leben.

Letztlich ist das fehlende Verständnis der modernen Welt für diesen immanenten Zusammenhang die direkte Folge des scholastischen Nominalienstreits, der langfristig mit dem Sieg des Nominalismus endete. Damals hat die westliche Menschheit das Verständnis von Gestalt verlassen, demzufolge die Gestalt, also die Idee, oder der Gedanke Gottes ein vom menschlichen Geist unabhängiges selbständiges Sein hat, dessen nur unvollkommene Abbilder die realen Dinge sind. Gestalt manifestiert sich in der Dinglichkeit der Realität der Erscheinung. Dem Nominalismus zufolge existieren jedoch die realen Dinge unabhängig von einer innewohnenden Gestalt, und unsere Begriffe benennen nicht mehr geistige wesenhafte Gestalten, sondern sind nur ordnende Kategorien der menschlichen Vernunft. Doch die Wirklichkeit der Schöpfung ist anders. Die Form der Erscheinung ist nicht ohne innewohnende Gestalt zu denken. Wenn sie aber durch Verdrängung, mangelndes Dasein, etc. kein formgewordener Ausdruck der Gestalt wurde, dann kann sie nur formgewordener Ausdruck der Abwesenheit von Gestalt sein und ist damit in permanenter Gefahr, vom Himmel über sein Immunsystem, den Zorn des Poseidon (Mars-Neptun), als nicht dem Prinzip der Gestalt der Zeit entsprechend bereinigt, sprich aufgehoben zu werden und ihrer Erscheinungsenergie verlustig zu gehen.

Würde man mich nach konkreten Auswirkungen z.B. im Fall der Pflanzen/Tier- Samenbanken fragen, so wäre meine Antwort, daß meiner Ansicht nach die Samen einfach nicht wachsen werden, wenn die betreffende Gestalt nicht mehr in der Welt sein wird. Und sollte es doch irgendwie gelingen, den Samen zum Wachsen zu zwingen, so könnte er nur eine Kopie hervorbringen, wie ein Klon, ohne Gestalt, und daher unter Verbrauch von Leben und Dasein. Denn jedes Leben, das existiert, ohne ein Dasein nach dem Prinzip der Gestalt der eigenen Lebenszeit zu führen, kann dies nur unter Verbrauch von anderem Leben. Das ist die tiefere Ursache für die Schädigung der natürlichen Umweltgefüge. Letztlich wird das Leben der natürlichen Kreaturen dieser Erde verbraucht, um das gestaltlose Leben der Menschheit aufrechtzuerhalten. Man könnte polemisch formulieren: Mit jeder weiteren Information, die Bewußtsein ersetzt, stirbt wieder eine Gattung aus.

Der Umweltschutz, der Versuch der Konservierung also, erfüllt leider nur eine Alibi-Funktion. Statt die Zerstörung der lebendigen Gefüge und den Verlust des Gestalthaften in der menschlichen Gemeinschaft zu beklagen, befördert man diesen, wie im Fall des Regulierungswahns der „Grünen“ auch noch. Perfiderweise lenkt man durch eine vermeintliche Rettung der Natur, die doch in Wirklichkeit nur bestehen kann, wenn der Wille des Himmels auf Erden zugelassen wird, von der wahren Problematik ab. An der Aufdeckung der Daseinslüge sind Naturschützer bis auf wenige Ausnahmen in aller Regel nicht interessiert. Zumeist sind sie selbst völlig ideologisierte extreme Verfechter sozialer Regelungen und gefangen in typischen kollektiven Clanstrukturen, welche authentischen Gemeinschaftsgefügen von Individuen nicht nur entgegengesetzt im Charakter sind, sondern diese tatsächlich sehr wirkungsvoll verhindern. In dieser Beziehung unterscheiden sie sich, so traurig das ist, in der wesentlichen Wirkung nicht von den Machtstrukturen, die sie bekämpfen.

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