Der Terminus ist vor allem durch die Schriften des Paracelsus bekannt, in Wahrheit jedoch deutlich älteren Ursprungs. Das zugrundeliegende Konzept ist über das Abendland hinaus in fast allen Kulturen bzw. Religionen so oder ähnlich vorhanden und gehört seit vielen Jahrtausenden, wahrscheinlich schon seitdem es menschliches Bewußtsein gibt, zum grundlegenden Verständnis des Menschseins, außer in unserem aufgeklärten Zeitgeist der letzten Jahrhunderte natürlich.

Herder’s Conversations-Lexikon von 1854:

Pierer’s Universal-Lexikon 1857:

Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe von 1904:

Kirchner/Michaelis: Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe von 1907:

(alle Faksimiles gemeinfrei auf den Seiten des Zeno.org Projekts)

Bezogen auf die Rhythmenlehre handelt es sich um den Aspekt der Befruchtung des Lebendigen durch die Gestalten der geistigen Welt, im engeren Sinne dann auch um die Beherrschung der materiell-physischen Erscheinungswelt nach Vorgabe dieses Gestalthaften. Besonder schön drückt es sich in diesen Passagen aus:

bei Pierer: …nach Paracelsus u. van Helmont, das geistige Urprincip alles Lebens, von Ersterem als ein geistiges, doch mit einem astralischen Körper versehenes, von der Individualität des Menschen od. jedes andern Naturkörpers unterschiedenes Wesen; von Letzterem als eine Aura gedacht, die, nachdem die Erzeugung durch sie selbst bewirkt worden ist, das Erzeugte bis zu seinem Wiederuntergang nicht verläßt.

und auch bei Kirchner/Michaelis: …welcher den Samen der Dinge gestaltet und erhält.

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