Mit aller Vorsicht in Bezug auf die Veränderbarkeit geplanter Zeitpunkte hatte ich in meinem letzten Beitrag „Nachlese: Von Hiroshima zum CERN“ Astrologisches zum Start des LHC angemerkt. Ich würde an dieser Stelle gerne auf den Artikel verweisen und bei Interesse bitten, ihn vor diesem zu lesen. Hier nun der Vollständigkeit halber das Horoskop des tatsächlichen Starts.

Uhrzeit

Der exakte Zeitpunkt des Knopfdrucks wird nirgendwo erwähnt, aber verschiedene Quellen geben 9:30h als Start des Experiments an. Das ist zumindest plausibel, denn gesichert ist, daß der erste Protonenstrahl auf den Bildschirmen um 9:33h aufblitzte, als er 3 km in der Röhre passiert hatte. Um 10:28h hatte dann ein Strahl zum ersten Mal die ganze Röhre durchlaufen.

Start des LHC am CERN

Start des LHC (Large Hadron Collider) am CERN in Genf, 10.11.2008, 9:30h MES

Die Struktur des astrologischen Bildes hat sich nicht wesentlich verändert, somit auch nicht die Gültigkeit der Aussagen im ersten Deutungsansatz. Die Gruppe Mars-Venus-Merkur ist nun direkt am AC und verdeutlicht das Statement im Sinne eines Ausrufungszeichens. Mit Mars-Venus und Mars als Herrscher von 7 ist der Geist, bzw. Ungeist der Spaltung Erscheinung geworden. Venus aus 8 bestätigt, daß es um das Modell dessen geht, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, wie die Medien nicht müde wurden, zu kolportieren. Mars erhält hier freie Hand, weil Venus-Merkur als Auswirkung des ebenfalls vorhandenen Saturn-Uranus, mit Saturn auch noch auf einem Saturn-Uranus GSP, die Figuration nach Gestaltvorgabe blockiert. Somit ist die Figuration freigegeben für die Zerstörung bzw. Rückführung vor den Ursprung, für die Rückbewegung aus der Form der Erscheinung inmitten der Dualität in die ungeformte Erscheinunsenergie des Mars. Rückführung von Figuration zu ungeformter Erscheinungsenergie bedeutet vom menschlichen Standpunkt aus Zerstörung von Materie. Die Wissenschaft der Kernspaltung betreibt für ihre Zwecke eben genau das. Dies ist keine polemische Aussage, sondern die Feststellung einer Realität.

Jupiter, nun in Haus 3, ist diesem Planetenkonglomerat am Aszendenten per Aspekt verbunden, hängt aber nach wie vor am Mond an der Spitze des 4. Hauses. Es geht um eine real gewordene funktionelle Weltfügung mittels Spaltung, die offenbar ihren Niederschlag im Bereich des Lebens haben wird, vielleicht sogar am Beginn des Lebens. Dieser Mond-Jupiter ist hier als Empfindungssperre nicht nur Verbundanführer, sondern auch Finalität. Seine Position auf 17 Steinbock (Mars-Saturn) zeigt, daß das Neue, das hier mit Saturn in 11 aus der Taufe gehoben wird, wider die Grenze der Gestalt läuft. Saturn ist durch den späteren Start zwar von 12 nach 11 gerutscht, hängt aber durch die Sonnenkonjunktion immer noch an der Spitze des 12. Hauses.

Saturn-Uranus steht mit Saturn auf 12 Jungfrau auf einem Saturn-Uranus GSP. Wie wir schon aus Enrico Fermis Horoskop und dem der ersten kontrollierten Kettenreaktion wissen, geht es damit um Spaltung als irdische Folge einer Verletzung der Grenze der Gestalt, um einen Ursprung, der in den Weiten des Alls hängen geblieben ist und keine Gestalt mehr findet. Das ist inhaltlich Neptun-Uranus als Hintergrund für die Uranus-Saturn-Blockade. Deshalb wird der Angriff des Mars auf die Bindekräfte der Materie in der unteren Ausübung von Neptun-Uranus als Mars-Venus unausweichlich.

Am Saturn-Uranus hängt auch Jupiter. Natürlich, Jupiter-Uranus, einerseits die weltweite Aufmerksamkeit, andererseits die Erfindung. Die Deutung als reale Fügung der Aufhebung von Leben und Lebensumständen wird mit Jupiter in 3 und Uranus als Herrscher von 5 in 6 wohl nicht zu hoch gegriffen sein.

Sonne-Uranus und Sonne-Venus sprechen vom dahinter stehenden Pluto-Uranus. Der Ursprung wird in der Materie gesucht (gleichbedeutend mit der zugehörigen Sperre Venus-Uranus?), und das unter nicht nur enormem, sondern unter gigantischem Stromverbrauch. Vergessen wir nicht, jedes Bisschen elektrischer Strom ist nicht Gestalt gewordener Ursprung. Hier wird die Erscheinungsenergie, die für die Gestalt vorgesehen war, in sinnlosen bis zerstörerischen Vorgängen des glatten Wahnsinns verbraucht, den diese Anlage darstellt, sobald man auch nur mit einem gesunden Auge darauf blickt. Bei zweien wird es unerträglich…

Der Verbund in Kurzform

Dem Verbundverlauf entsprechend beginnt das Geschehen mit Krebs von 9 nach 10, mit einem 9. Haus, das als technisch-mechanische Fügung des Zwillings für Vorgänge ohne Schicksal gefertigt ist und als solche im 10. Haus bestimmend wird. Seltsamerweise ist der Verbundanführer, wie erwähnt, auf das 4. Haus gerichtet, wiewohl er sich in seiner Bindung an Jupiter auch auf reale Fügungsvorgänge bezieht.

Die Durchführung des Löwen mit seiner Sonne bringt von 10 nach 11 etwas Neues, Noch-nie-da-Gewesenes. Es gab auch vorher Teilchenbeschleuniger, aber nie von dieser Dimension. Wie schrieb „Spiegel Online“: „Das Tor zu einer neuen Physik ist offen.“ Die Sonne des Löwen ist an der Spitze des 12. Hauses. Zum einen ist das 12. Haus hier die Verborgenheit der unterirdischen Anlage (siehe jedoch auch Pluto in 3 – der Tunnel), zum anderen steht sie für die Anmaßung, das 12. Haus real werden zu lassen (siehe meinen Artikel über Jupiter-Neptun und die Naturwissenschaft). Diese Manie, die den naturwissenschaftlich orientierten Jupiter-Neptun häufig begleitet (siehe gleicher Artikel), entspricht im übrigen Sonne-Uranus.

Man will also zurück zum Moment des Urknalls, bzw. zu den unmittelbar danach herrschenden Bedingungen. Das entspricht entlang der Verbundrichtung bei Krebs-Löwe-Jungfrau exakt dem Übergang vom 11. zum 12. Haus. Während der Übergang von 12 nach 11, also in Fügungsrichtung, den UR-plötzlichen Übergang von der Allpotentialität des 12. Hauses in die Dualität darstellt, der in seiner irdischen Auswirkung dem hier so prominenten Mars-Venus als Übergang von der ungeformten Erscheinungsenergie zur Figuration entspricht, verhält es sich bei einer Teilchenkollision mit dem Zerstieben der ohnedies schon unvorstellbar winzigen Miniteilchen genau umgekehrt. Hier ist der Übergang von der Figuration zurück zur ungeformten Erscheinungsenergie angesprochen. Nicht umsonst wird das gesuchte Higgs-Boson, welches das derzeitige Standardmodell beweisen oder ergänzen soll, von Physikern in einem bewußten oder unbewußten Aufflackern von Selbstironie auch als Gottesteilchen bezeichnet. Niemand scheint sich Gedanken darüber zu machen, daß die Erzeugung solcher Zustände – gewollt oder nicht gewollt – extrem lebensfeindlich ist. Doch das Horoskop läßt daran keinen Zweifel. Neptun Spitze 5 und sein Beherrscher Uranus Spitze 6 sind deutlich genug.

Das Ergebnis der Jungfrau mit ihrem Merkur wird am Aszendenten Erscheinung als Mars-Venus-Merkur, mit Aspekten zu Sonne, Saturn, Uranus und Jupiter. Mars als ungeformte Erscheinungsenergie ist ja wohl genau das, was sich die Wissensschaftler hier durch den Angriff auf die Venus, also auf die Figuration, erwarten. Nur – erwarten sie auch Mars-Sonne, die Lebensfeindlichkeit, Mars-Merkur, die reale Opferung von Ursprung? Mars-Saturn entspricht einem weiteren Aspekt des geplanten Aufeinanderpralls der Teilchen. Man erinnere sich an Mars-Saturn als Prinzip des Kolbenmotors. Mit Karacho gegen den Widerstand, unter Verlust des Schicksals und gegen Bestimmung und Grenze der Gestalt gerichtet, genauso, wie es der Verbundanführer Mond auf 17 Steinbock (Mars-Saturn) schon voraussagt.

Dieses Horoskop ist das Planetenbild des Startzeitpunkts für den Teilchenbeschleuniger. Die „größte Maschine der Welt“ für das „größte Experiment der Menschheitsgeschichte“ (Gigantomanie des Mars-Uranus) muß erst langsam adaptiert werden, um die Protonenstrahlen in ihrer Tunnelbahn halten zu können. Irgendwann in den nächsten Wochen – ob am Tag der geplanten Eröffnungszeremonie am 21. Oktober oder schon vorher, scheint unklar – werden dann die ersten Kollisionen zwischen Teilchen, die in entgegengesetzter Richtung aufeinander los rasen, angestrebt. Die volle Teilchengeschwindigkeit und die damit verbundene völlig neuartige Wucht des Aufpralls, welche Energiezustände erzeugen soll, wie sie unmittelbar nach dem Urknall geherrscht haben, ist wohl erst für 2009 vorgesehen. Insofern wird auch das Horoskop des ersten Aufpralls dieser Art von Interesse sein. Dennoch ist das vorliegende Horoskop als Beginn des Experiments mit dem Start dieser Maschine wohl ein entscheidendes.

Das Beunruhigende an diesem Horoskop ist meines Erachtens der vielfältige Bezug zum II. Quadranten des Lebendigen. Ich habe es angesprochen: Der Verbundanführer Mond mit seinen Aspekten, allen voran Mond-Jupiter als Sperre der Fügung des Lebens ist zugleich Finalität. Uranus und Neptun heben das Leben und seine Bedingungen auf. Das kann man bei Kenntnis des Vorgangs, auf den sich dieses Horoskop bezieht, behaupten. Denn die Alternative von authentischem und schöpferischem Leben scheidet definitiv aus. Auf irgendeine, vielleicht noch nicht konkret vorstellbare Art, wird es eine Entwicklung daraus geben, die lebensfeindlich ist, sei es durch eine Veränderung der Lebensbedingungen, durch neue Energiegewinnung, durch unvorhergesehene Nebenwirkungen welcher Art auch immer, oder durch neue Waffensysteme. Die Gefahr erscheint mir jedenfalls eher langfristig als kurzfristig.

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