Die mundane Konstellation Pluto-Uranus-Mars holte Flugzeuge vom Himmel, wie in Madrid und Kirgisistan, die mundane Konstellation Pluto-Uranus-Sonne ließ das globalisierte Finanzsystem zusammenbrechen.

Am 15.09.2008, bereits als „Schwarzer Montag“ bezeichnet, begann mit der Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers der dominoartige Zusammenbruch eines für alle Eingeweihten und Kundigen schon lange absehbaren Bankencrashs, und die größte globale Finanzkrise seit dem Börsenzusammenbruch von 1929 und der folgender Weltwirtschaftskrise wurde nun auch für die Allgemeinheit sichtbar. Der Sonnenstand des offenen Zusammenbruchs ist 22,5 Jungfrau, ein GSP von Sonne-Uranus. Zugleich ist die Sonne in eine Aspektfigur mit Uranus und Pluto eingebunden.

(Technische Anmerkung: Der Aspekt Uranus-Pluto besteht hier rechnerisch nur über die Vermittlung der Sonne, da die Sonne, bzw. der Vollmond an diesem Tag einen Aspekt sowohl zu Uranus als auch zu Pluto bildet. Tatsächlich besteht aber schon seit August ein Aspekt der beiden Planeten, der bedingt durch die wechselnde Rückläufigkeit der Planeten zwischen innerhalb und außerhalb des Orbis oszilliert. Pluto-Uranus wird uns je nach angesetztem Orbis noch viele Jahre begleiten.)

Gemäß Aspekten und GSP bricht also eine auf einer vorstellungsgetriebenen Manie basierende Welt in sich zusammen. Wie titelte Spiegel Online: „Die Welt, wie wir sie kennen, geht unter.“ Da hat jemand Sonne-Uranus-Pluto gut getroffen. Selbst Finanzminister Steinbrück orakelt: „Die Welt wird nicht wieder so werden wie vor der Krise.“

Sonne-Uranus-Pluto:

Einem Zusammenbruch à la Sonne-Uranus geht stets eine Manie voraus, das heißt ein manisches Verhalten, das auf einer Illusion basiert, die mit einer massiven Wahrnehmungsverzerrung im Sinne der Selbstüberhöhung und Selbstüberschätzung einhergeht. Wenn diese wahnhafte Erlebniswelt dann durch eine Aspektauslösung, einen Transit oder den rhythmischen Überlauf eines entsprechenden GSP herausgefordert wird, so bricht diese Welt in dem Ausmaß zusammen, in dem sie auf einer Wahnvorstellung beruhte. Der Zusammenbruch kommt entweder durch eine plötzliche Veränderung der Umstände zustande, verdächtig oft aber auch durch Verrat. Auch dieser ist ein Hinweis auf vorangegangene Fehlwahrnehmung. Menschen wie Umstände wurden auf eine Weise wahrgenommen, welche die manische Überdrehung stützte. Unweigerlich kommt jedoch der Tag der Überprüfung, an dem Pluto im 8. Haus Rechenschaft über das, was in die Gegenwart entlassen werden darf, verlangt und im Zweifelsfall bei der soundsovielten „Fügungsrunde“ die Aufrechterhaltung der jeweiligen Wahnwelt verweigert.

Die beiden GSP 21,5 Jungfrau (Uranus-Pluto, bzw. Uranus-Neptun) und 22,5 Jungfrau (Sonne-Uranus) stehen nicht nur in nachbarschaftlichem, sondern auch in inhaltlichem Zusammenhang. Die Manie, die zusammenbricht (Sonne-Uranus) hat eine Vorgeschichte, in deren Verlauf der Ursprung der Wirklichkeit einer Vorstellung geopfert wird (Uranus-Pluto). Implizit enthalten ist die Sperre Sonne-Pluto. Der Ausdruck individuellen Daseins wird einer Vorstellung bzw. einer Ideologie geopfert. Nicht mehr die Wirklichkeit der Gestalten in der bildhaften geistigen Welt des III. Quadranten befruchtet das Leben, sondern die losgelöste intellektuelle Vorstellung ererbter oder selbst „erworbener“ Programme, deren Übertragung auf einen selbst man irgendwann im Leben durch subjektive „Haltungsfehler“ und den damit verbundenen Verlust an bestimmungsgemäßer Identität heraufbeschworen und zugelassen hat.

Die astrologische Korrelation zur aktuellen Finanzkrise:

Sie findet sich zum einen wie oben besprochen in der mundanen Konstellation von Sonne-Uranus-Pluto beim offenen Zusammenbruch. Dabei ist der Sonnenstand natürlich nur ein auslösender „Minutenzeiger“. Auf einer großen Skala entdecken wir die astrologische Entsprechung zur Situation im aktuellen 10er-Rhythmus-Septar des Horoskops der Großen Konjunktion von 1842, berechnet auf Washington als Hauptstadt der USA.

Große Konjunktion 26.01.1842, 05:29h GMT, Washington, USA – 17. Septar im 10er-Rhythmus, gültig vom 27.01.2002 bis 27.01.2012

Mit den Achsen auf den Kardinalpunkten ist es eine ausgesprochen wichtige Zeitperiode für die USA.

Zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der Finanzwelt, wie wir sie bisher kannten, lösen sich beide Planeten der Konstellation Sonne-Uranus gleichzeitig (!) aus: im Fügungsrhythmus die Sonne im Wassermann im 5. Haus, im Phänomensrhythmus Uranus im 8. Haus im direkten Überlauf. Sonne-Uranus ist in diesem Horoskop von zentraler Bedeutung. Beide Gestirne stellen im Sonnenverbund die Durchführung dar. Ihrem gemeinsamen Aspekt sind weitere Aspekte angeschlossen, nämlich zu Mars im 2. Haus, sowie zu einer gradgenauen Jupiter-Pluto-Konjunktion im 8. Haus.

Wenn wir auf die inhaltliche Ebene übersetzen:

So müssen wir zunächst einen Schritt zurück gehen und uns ansehen, was denn der Wassermann als Sonne-Uranus (-Mars-Jupiter-Pluto) hier durchzuführen hat. Bei der Betrachtung des Verbundausgangszeichens Fische stoßen wir auf Mond-Neptun. Nun wird die Grundlage klar. Ein Konkurrenzproblem soll durch eine Manie kompensiert werden. Das ist eine Strategie, wie sie uns tagtäglich begegnet. Beim Individuum wird sich Mond-Neptun auf eine gleichgeschlechtliche Konkurrenz beziehen, ein in Konkurrenz zu anderen Männern unterlegener Mann, eine in Konkurrenz zu anderen Frauen unterlegene Frau. Da der Mond jedoch auch das Volk kennzeichnet, ist es im Weltgeschehen nur allzu oft die Konkurrenz der Völker.

Ergo sind alle Völker, die entweder grundlegend oder in der gegebenen Periode ein Konkurrenzproblem haben, für den Zeitraum der Gültigkeit dieses Septars extrem anfällig dafür, dieses mit Manien kompensieren zu wollen. Die jeweils unterschiedliche Belegung der Häuser und der Zeitplan der Auslösung sind durch die Berechnung auf die Hauptstädte vorgegeben. So löst sich Sonne-Uranus für die USA eben genau zum Zeitpunkt des Crashs des amerikanischen Bankensystems aus.

Es ist faszinierend wie stets, wie genau die Häuser- und Herrscherstruktur Auskunft über die Eingebettetheit des Problems liefern. Die Konkurrenz von Mond-Neptun bezieht sich mit Fische in Haus 6 und Neptun in Haus 6 unter anderem auch auf die Ökonomie, die mit Mond als Herrscher von 10 in 9 an wirtschaftliche Macht und Überlegenheit gebunden ist. Mit der Ökonomie und ihrer Konkurrenzfähigkeit steht und fällt diese Überlegenheit. Wenn uns das nicht schon aus der Beobachtung bekannt wäre, so wüßten wir es spätestens durch die Analyse dieses Horoskops.

Das Grosse Casino als Teil des Großen Spiels*

*The Great Game, historisch einst die Konkurrenz zwischen dem englischen Kolonialreich und Rußland um die Vorherrschaft in Zentralasien, heute als New Great Game die Konkurrenz um die Weltvorherrschaft der USA, insbesondere auch um die Kontrolle der Ölreserven der Welt, hier in enger Auslegung und Anlehnung an das historische Great Game speziell im eurasischen Raum. Man kann aber die Auslegung getrost erweitern, wie dies Zbigniew Brzezinski tat, als er 1997 das Buch „The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives“ veröffentlichte, das eine Version des Großen Spiels für das 21. Jahrhundert entwirft und propagiert.

Mit Sonne-Uranus von 5 zu 8 besteht der Plan für die Kompensation der Gefahr des Unterliegens in der Errichtung einer gigantischen Casino-Erlebniswelt, in der mit all den neu erfundenen virtuellen Finanzprodukten unvorstellbar gigantische Summen bewegt werden, die alle Volkswirtschaften der Welt wie kleine Sandkästen wirken lassen. Die USA sind schon seit der Entkoppelung der Weltreservewährung Dollar von ihrer ursprünglichen Golddeckung eigentlich bankrott. Andere Wirtschaften hatten die amerikanische eingeholt und überholt. Diesen Bankrott nicht sichtbar werden zu lassen, und den Vollzug abzuwenden, war schließlich der Grund für die Entkoppelung vom Gold gewesen. So mußte man sie nicht eingestehen und konnte mithilfe seitdem andauernder Haushaltsbilanzfälschungen weiterhin die internationale Finanzwelt beherrschen. Die stets präsente militärische Drohung der stärksten Militärmacht der Welt stellt seitdem eine permanente Erpressung aller Völker dar, sei es aktiv oder passiv in Form des drohenden Entzugs von Schutz und Schild, wie ihn die amerikanischen Atomwaffen versprachen und auch heute noch versprechen. Auch der so nützliche kalte Krieg ist mitnichten beendet. Er war nur kurz auf Eis gelegt, während sich Russland neu aufstellte.

Die amerikanische Weltvorherrschaft ist ohne wirtschaftliche Dominanz nicht zu denken. In den vergangenen Jahrzehnten war das Instrument dazu die meisterhafte Manipulation der internationalen Finanzmärkte.

Der Große Plan

Und hier kommt Sonne-Jupiter-Pluto-Mars ins Spiel. Die Manie war Teil eines Plans für ein Imperium (Ju-Pl) und zur Unterwerfung von Revieren (Ma-Pl mit Mars in 2). Das Instrument zur Erreichung und Sicherung einer solch imperialen Rolle für die USA war manchmal ein Krieg, vor allem aber war es die Beherrschung der Finanzmärkte. Die USA wollten nach dem 2. Weltkrieg ganz ausdrücklich die alten Kolonialreiche ablösen, jedoch deren Fehler vermeiden und es geschickter anstellen. Dieser Plan entwarf das Szenario eines „American Century“, also eines „Amerikanischen Jahrhunderts“. So prangert denn jener Teil der Welt, der sich heute von den USA bedroht oder unterworfen fühlt, v.a. ihr imperiales Streben und dessen skrupellose Durchsetzung an.

Jupiter-Pluto ist eine Fügung nach der Vorstellung, bei der Ursprung und Bestimmung ausgeklammert, unterdrückt und verleugnet werden. (Jupiter-Neptun hinter Jupiter-Pluto hat Uranus und Saturn als Lücke.) Mit einer Eisenklammer wird künstlich zusammengefügt, was nicht zusammengehört. Bricht ein solches Zwangsgefüge auseinander, z.B. unter der Diagonale Mars-Jupiter, so treten die Unvereinbarkeiten als heftige Spannungen wieder zutage. So geschehen nach dem Ende des British Empire und dem Ende der Sowjetunion. Fast alle heutigen Krisenherde lassen sich auf diese Hinterlassenschaften zurückführen.

So hat die Fügung des Jupiter-Pluto auch in diesem Horoskop ein Verfallsdatum: Die Auslösung von Sonne-Uranus sprengt hier Pluto-Uranus und damit in diesem Falle auch Jupiter-Pluto. Pluto-Uranus war die Vergewaltigung des Ursprungs durch diesen Plan. Man befrage z.B. die Völker Südamerikas dazu. Dem Zusammenbruch des Systems ist entsprechend Pluto-Uranus dann zugleich der plötzliche Wechsel eines Modells immanent. Heute hört man in den Medien allerorten, daß das Modell des bisherigen Finanzsystems nach diesem Crash nicht mehr existiert.

Das Horoskop zeigt ein Bild, in dem der Große Plan ein aggressiver Plan zur Unterwerfung von Territorien ist. Darüber belehrt Widder als Herrscher von 8 und 7 mit Mars in 2. Die Waage-Venus als Herrscherin von 2 neigt mit Venus-Saturn zur Zwangsintegration. Besser läßt sich der Euphemismus der „Koalition der Willigen“ zur Zwangseinfügung „unwilliger Staaten“ in das Gefüge der sogenannten westlichen Demokratie nicht auf einen Nenner bringen.

The People’s Republic of Wall Street“: Die Kleptokratie macht Kasse

Vermutlich sah der Plan den Zusammenbruch erst für die Zeit nach den US-Präsidentschaftswahlen im November vor, und der unvermeidliche Mega-Crash sollte dem neuen Präsidenten beschert werden. Vielleicht wollten die Betroffenen der Kleptokratie nach vorzeitig erlittenen Verlusten den Zusammenbruch aber auch beschleunigen, um schnell noch eine historische Rettungsaktion für ihr Kapital während dieser Regierungszeit beschließen zu können.

Sonne-Uranus spricht ja eigentlich für einen überraschenden Einsturz des Illusionsgebäudes Wall Street. Aber der kann ja auch geplant erfolgt sein. Sonne-Uranus ist die Desillusionierung durch Betrug anderer, kann aber genau so gut der eigene Betrug an anderen sein. Eine mundane Konstellation beinhaltet notwendigerweise beides, sowohl den geplanten Betrug der einen, als auch den Zusammenbruch der Welt für andere. Es spricht auch einiges dafür, daß die 700 Milliarden Dollar, nach einigen Informationen fehlt in Wahrheit nahezu das Doppelte, die der amerikanische Staat nun auf den Tisch des Hauses legen soll, die letzte geplante Aktion des amtierenden Präsidenten darstellt – zur Rettung – von wem auch immer. Eine neue Runde ist eingeläutet. Wenn man die Macht hat, ist man ziemlich flexibel und muß seine Niederlagen selten selbst ausbaden. In diesem Zusammenhang erscheint es nicht unwesentlich, daß der Bush-Clan diesmal selbst sehr direkt finanziell betroffen war.

Nie hat es einen gigantischeren Raubzug gegeben, noch nie wurden Volkswirtschaften in diesem Ausmaß ausgeplündert. Das Grundrezept funktioniert immer: baue eine überzeugende Drohkulisse auf und erpresse damit. Darin hat die derzeitige US-Regierung Erfahrung. Damit meine ich nicht nur die erfundenen Gründe für den Irakkrieg, sondern ich denke dabei auch an das Horoskop der Rede von Bush sen. zum Thema Neue Weltordnung, das ich vielleicht bei Gelegenheit besprechen werde. Auch jetzt ist diese Strategie wiederum erfolgreich, denn niemand will eine Weltwirtschaftskrise wie nach dem Börsencrash von 1929. Genau darauf haben alle Skrupellosen seit langem gebaut. Einige sind zu groß, um unterzugehen. („TLTF – too large to fail“) Man würde sie schon raus pauken. Sie behalten nun Recht, selbst wenn es vordergründig Insolvenzen gegeben hat. Alle Politiker werden letztendlich zustimmen, freudig oder zähneknirschend. Das Modell der freien Marktregulierung im Finanzgeschäft wurde von einem Tag auf den anderen außer Kraft gesetzt. Diejenigen Politiker und Finanzoperateure, die nicht wissen, daß sie nur Spielbälle einer Kleptokratie sind, entsetzen sich ob dieser jähen Umkehrung der Werte. Das Wort von der „People’s Republic of Wall Street“ kursiert. Der Glaube an den freien Markt hatte sie aufrecht erhalten, in guten wie in schlechten Zeiten. Und nun?

Es ist also der Tag, an dem Kasse gemacht wird. Obschon mit virtuellen Geschäften verdient, ist das Geld real. Es ist nicht verschwunden. Es befindet sich auf Konten. Für jeden einzelnen der Werte, die jetzt von Banken weltweit abgeschrieben werden mußten, hat irgend jemand Geld erhalten und erfreut sich daran. Den Letzten beissen die Hunde, und die großen Strategen der amerikanischen Vorherrschaft wissen, wie sie sicherstellen, wer der letzte ist, und wenn es der amerikanische Staat ist. Finanzminister Paulson rief sogar andere Staaten zu ähnlichen Rettungsaktionen auf. Wer sagt denn schließlich, daß es nur einen Letzten geben muß, der von den Hunden gebissen wird. Was spricht dagegen, die Verluste, die nach dem Wahnsinn verbleiben, auf mehrere Volkswirtschaften abzuwälzen? Bis jetzt hat dieser Aufruf allerdings kein großes Echo gefunden. In den USA jedenfalls müssen jetzt den dramatischen Appellen von Präsident und Finanzminister zufolge die Staatsfinanzen in historisch nie da gewesenem Ausmaß bemüht werden, um eine katastrophale Wirtschaftsdepression abzuwenden. Ob die armen Hauskäufer wohl etwas davon haben werden, auf deren Rücken die wohl-inszenierte Immobilienblase von Alan Greenspan, dem ehemaligen Chef der amerikanischen Federal Reserve, aufgebaut wurde? Greenspan hatte den Immobilienboom als Nachfolge-Manie nach dem Platzen der ebenfalls von ihm zuvor als unkaputtbar ausgelobten Dotcom-Blase konzipiert. Der Mann versteht etwas von Manien. Mit Sonne-Pluto hat er virtuelle Finanzkathedralen gebaut.

Die Häuslebauer

Die Immobilienblase diente mehreren Zwecken. Zum einen wurde nach dem Platzen der Dotcom-Bubble die Konjunktur gestützt, um eine drohende Rezession abzuwenden. Zum anderen wurde ein System aufgespannt, in welchem die Hypothekenhalter satte Gewinne und Provisionen einfuhren, indem sie Kunden, die es sich nach allen Regeln des Bankenwesens gar nicht leisten konnten, zuerst nahezu zinsfreie Hypotheken aufschwatzten und ihnen dann auch noch Erhöhungen der Hypotheken schmackhaft machten. Dies wurde möglich durch teilweise mehrfache Neu- und Höherbewertungen der Häuser, oder die Hypothekenhöhe wurde von vorne herein an zu erwartenden (!) Wertsteigerungen der Häuser orientiert. Viele Menschen, die von ihrer Arbeit nicht wirklich leben konnten, nahmen die überhöhten Hypotheken bei praktisch keinen Zinsen (natürlich nur für begrenzte Zeit) als willkommenen Kredit. Als dann die Zinsen irgendwann wieder auf Normalmaß steigen mußten, die Immobilienpreise dieses hausgemachten Booms jedoch Angebot und Nachfrage folgend wieder sanken, war das dicke Ende gekommen. Für viele Hausbesitzer war die monatliche Hypothekenbelastung plötzlich bis doppelt so hoch und oft nicht mehr zu verkraften. Jetzt setzt eine Spirale ein, je mehr Häuser zurück auf den Markt kommen, umso weiter sinken die Häuserpreise. Dieser Prozeß ist noch lange nicht zu Ende, da immer noch eine riesige Anzahl von Hypotheken im Markt ist, die voraussichtlich platzen werden, weil sie das Einkommen der Hypothekennehmer überfordern.

Die „Reise nach Jerusalem“ oder Den Letzten beißen die Hunde

Der sofortige Weiterverkauf solcher Schrotthypotheken wurde zum Bankensport. Man gab sie weiter wie ein heißes Eisen in der Hand. Irgendwann landeten sie als Giftmüll (im Bankenjargon „toxic waste“) in den Büchern der Bankhäuser, die in diese – mittlerweile gut in riesigen Hyptohekenbündeln versteckten – Scheinwerte investiert hatten. Dabei half die AAA-Bewertung solch windiger Anlagen durch die großen Rating-Agenturen. Möglich wurde diese risiko-verschleiernde Bewertung durch einen cleveren Schachzug: der Abschluß von Ausfallgarantien für minderwertige Hypotheken wurde eine Boombranche. Große Unternehmen widmeten sich diesem Geschäft. Doch solch eine Ausfallversicherung ist nichts wert bei einem Crash, denn diese Spezialversicherer sind als erste am Ende, wenn sich herausstellt, daß der Markt von faulen Hypotheken durchsetzt ist, für deren Gesamtheit sie niemals gerade stehen können.

Für die Banken war also absehbar, daß diese Zeitbomben in den Büchern irgendwann eine Wertberichtigung erfahren müssten. Die Institute hatten untereinander mehr oder minder genaue Kenntnis von diesen Giftmülldeponien. So kam der Tag, an dem sie sich gegenseitig nicht mehr trauten, denn jede Bank könnte ja morgen schon insolvent sein. Das gesamte System des Geldflusses kam zu einem abrupten Halt. Ohne großzügige Kreditlinien kann aber heutzutage keine Bank die enormen Verbindlichkeiten aus ihren laufenden Investmentgeschäften bedienen, und so kommt der Kollaps in Dominomanier scheinbar von heute auf morgen.

Ein weiterer Teil des Plans: die Privatisierung von Teilen der Social Security

Neben der Konjunkturstützung über den Hausbau und einem genialen Abzocksystem für Banken gab es einen weiteren wichtigen Vorteil des künstlich erzeugten Immobilienbooms. Der Staatshaushalt für Social Security, also für Sozialleistungen, wurde deutlich weniger belastet. So konnte man das Haushaltsgeld anderweitig ausgeben, z.B. für den Irakkrieg, an dessen Busen sich die Regierungsclique und ihr Nahestehende nähren, sprich ihren Reichtum mehren, indem sie direkt oder indirekt Beteiligungen an jenen Privatunternehmen halten, welche die großen Profiteure des Kriegs sind. Man denke nur an die riesige Privatarmee, die dort im Einsatz ist, die – natürlich zu einem Vielfachen der Kosten für Soldaten der US-Army – von Privatfirmen angeheuert wurde, oder an den ebenfalls vielfach überhöhten Benzinpreis für den enormen Bedarf an Sprit für eine Kriegsarmee, den der Staat hier an Privatunternehmen bezahlen muß, ganz zu schweigen von den Anteilen an Waffen- und Energieunternehmen, direkt oder über Fonds, für deren Wert dieser Krieg pures Gold bedeutet.

Nach Engdahl ist es ein vorrangiges Ziel von Rockefeller und Co., die Sozialleistungen, die nach dem Börsencrash von 1929 widerstrebend zugestanden werden mußten, um damals eine totale Revolution zu verhindern, wieder zurückzunehmen. Im Jahr 2005 widmete der Präsident seine Zeit und Energie sofort nach der Neuwahl massiv den Plänen zur Privatisierung von Teilen der Social Security. Neben einer Rede an die Nation sollte eine Tour durch das Land diese Idee bewerben. Doch dieses eine Mal folgten ihm die Politiker bis dato nicht. Neben dem „Freiwerden“ von Staatsgeldern wären dadurch dem Investmentmarkt gigantische Summen zugeflossen. Der Plan ist mit Sicherheit noch nicht aufgegeben. Der unter der jetzigen Regierung erlittene enorme Verlust von Bürgerrechten, wiedereinmal ganz schnell und ohne nennenswerten Widerstand durch den Aufbau einer Drohkulisse erreicht, paßt sehr gut in das große Bild, das sich abzeichnet.

Oligarchie als Kleptokratie:

Die Menschen werden von Herrschercliquen in ihrer Gesamtheit als auspreßbare Masse wahrgenommen. Die innere Rechtfertigung für ein solches Verhalten würde mich wahrlich interessieren. Ich kann mir nur ein im weitesten Sinne evolutionstheoretisches Weltbild dahinter vorstellen. „Ein Tier frißt das andere, ich bin lieber das erstere als das andere.“ Oder: „Wir sichern nur die Vormachtstellung der überlegenen Rasse.“ Oder: „Das Volk ist dumm und braucht eine Elite.“ Letzterem würde ich sogar zustimmen. Nur braucht es keine Elite, die es zynisch unterdrückt und ausraubt, sondern außergewöhnliche Menschen, die wahrhaftig am größeren Ganzen, am Außersubjektiven interessiert sind und imstande, eine immer wieder dringlich gesuchte geistig-seelische Orientierung anzubieten und zu vermitteln, und es braucht Persönlichkeiten, die in der Lage sind, auf dieser Grundlage eine Gesellschaft zu strukturieren, in der Menschen mehr sind als höhere Tiere. Ohne eine Förderung und Entwicklung dessen, was spezifisch nur dem Menschen eignet, nämlich Bewußtsein im Sinne einer Schau des Wirklichen, und zwar in jedem Individuum, nicht verordneterweise, wird JEDES System zu einer Art menschlichem Tierreich führen, in dem ausschließlich die tierischen Instinkte von Selbsterhaltung, Fortpflanzung und Kampf um Rangordnung herrschen, dekoriert mit allen möglichen ideologischen Mäntelchen. Diese tierische Instinkte verschärfen sich in ihrer Auswirkung durch die Anwendung des vermögenderen menschlichen Intellekts für ihre Umsetzung, sofern sie nicht vom spezifisch menschlichen Sein durchdrungen werden. Diese Durchdringung ist wohl, was der Himmel vorhatte, als er den Menschen schuf. Aber vielleicht sind wir ja noch ganz am Anfang einer Entwicklung und nicht an deren Ende…

Unsere westlichen Gesellschaften stehen dem Phänomen der „Kleptokratien“ bzw. der Oligarchien, welche heute die Welt, insbesondere die beiden Supermächte beherrschen und steuern, machtlos gegenüber. Die Ohnmacht verstärkt sich durch das Denkverbot, am Funktionieren von Demokratie zu zweifeln. Es handelt sich um ein echtes Tabu. Das Modell der Demokratie ist faktisch am Ende, das jedoch niemals ausgerufen werden darf. In Wahrheit haben Regierungen keine Macht mehr, es sei denn als Marionetten der dahinter stehenden Oligarchien und ihren Weltkonzernen. Es gibt auch längst keine freie Presse mehr. Sie ist vielmehr gleichgeschaltet und Werkzeug zur ausgesprochen geschickten Manipulation der Massen. Die Methoden sind geschickt und für viele unmerklich. Wenn man es klug anstellt, braucht man die Bevölkerung nicht mit Gewalt zu unterdrücken. Subtile Manipulation ist nicht nur wesentlich eleganter, sondern auch effektiver und kostengünstiger und stört auch die Wirtschaft nicht, ganz im Gegenteil. Kurzum: jede Demokratie führt irgendwann dazu, daß die Mächtigen sie kaufen, und die Demokratie in einer Oligarchie endet. Schon Aristoteles beobachtete, daß die Demokratie diejenige Staatsform ist, die der Oligarchie unmittelbar vorausgeht. Rußland hat diese Entwicklung aufgrund der Extremumstände in Turbogeschwindigkeit durchlaufen. Die Demokratie dauerte nur ein Augenzwinkern der Geschichte lang.

Doch nach dieser philosophischen Abschweifung, zu der die Frage nach dem Motiv für solch skrupellose Pläne führte, zurück zur Finanzkrise. Mich würde es keineswegs erstaunen, wenn der jetzige Konkurs großer Bankhäuser im Dominostil durchaus einkalkuliert war. Der kommende Crash war schon seit langem unausweichlich. Alle Experten wußten es. Das Ganze erinnert fatal an das Spiel „Reise nach Jerusalem“, wo einer übrig bleibt, der keinen Sitz mehr ergattert. Jede Bank hat versucht, so lange wie möglich mitzuspielen und bloß niemandem die echten Bücher zu zeigen. Investmentbanken und Co. haben schließlich über Jahre unmäßige Summen verdient. Wenn ein Geldinstitut in einem Jahr Milliarden Dollar an Gratifikationen an seine Mitarbeiter verteilt (bei Goldman Sachs waren es laut Medienberichten zuletzt 26 Milliarden Dollar), dann sind diese Mitarbeiter sicher nicht böse, wenn nach etlichen fetten Jahren die Institution geschlossen wird. Sie hat ihre Schuldigkeit getan. So mancher hat ausgesorgt. In Bezug auf die „echten“ Gewinne der Anteilseigner waren auch diese Gehälter und Gratifikationen sicherlich noch Peanuts. Bezeichnenderweise sind die beiden großen Überlebenden, Goldman Sachs und Morgan Stanley, gerade jene Häuser, die in Öltermingeschäften führend sind. Wer eins und eins zusammenzählen möchte, den will ich nicht davon abhalten.

Qualifizierte nicht-angepaßte Information zu den Hintergründen:

Wer jenseits gleichgeschalteter Medien, die nur noch dem Anschein nach frei Bericht erstatten, mehr und Genaueres über die Mechanismen dieser Finanzkrise und ihre Hintergründe wissen möchte, den darf ich wieder einmal an Herrn Engdahl verweisen. Seine Artikelserie „Der Finanzielle Tsunami“ kann ich nur wärmstens empfehlen:
Teil I: Eine schmerzhafte Lektion für die Deutsche Bank,
Teil II: Die Finanzfundamente des Amerikanischen Jahrhunderts,
Teil III: Greenspans große Strategie,
Teil IV: Verbriefung von Kreditforderungen – der letzte Tango (erklärt unter anderem die skandalösen Verflechtungen im Kartell der „New Finance“, der „größten unregulierten privaten Geldschöpfungsmaschine der Welt“, wie er sie nennt) und
Teil V: Die Heuschrecken hatten ihren großen Tag
(hier die englische Originalversion

Im Artikel Titanische Verschiebung der Machtverhältnisse auf den globalen Finanzmärkten spricht er bereits im Januar von der Götterdämmerung, die der finanziellen Vormachtstellung Amerikas bevorsteht.

Auch sein Update zum Finanz-Tsunami ist äußerst lesenswert, genauso wie die leider nur englischsprachig zur Verfügung stehenden Artikel von Michael Hudson sehr erhellend sind.

Solcherlei Lektüre ist spannend und lehrreich, auch wenn der Inhalt nicht unbedingt Freude bereitet. Man wird jedoch in keinen Mainstream-Medien solche Analysen repräsentiert finden und kann nur staunen ob der Ungeheuerlichkeit des nie dagewesenen Ausmaßes von öffentlich begangenem Betrug und Raub, die sich hier abzeichnen.

Regieren mit Katastrophenszenarien:

Das von Finanzminister Paulson, dem ehemaligen Chef von Goldman Sachs, vorgeschlagene Gesetz zur Rettung (Bailout) der sogenannten notleidenden Anlagen ist eine Wiederauflage des 11. September insofern, als auch hier ein katastrophales Ereignis als Anlaß und Rechtfertigung für eine beispiellose Aufhebung von Gesetz und Rechtmäßigkeit und die Abschaffung von Transparenz und Kontrolle herhalten muß. Die Maßnahmen reichen von neuen Gesetzen (Patriot Act), über die Schaffung neuer undurchsichtiger Staatsinstitutionen (Homeland Security Department incl. Homeland Security Presidential Directive) mit nahezu unbegrenzter Machtfülle, bis zur jetzt geforderten Verleihung solch zugleich unerhörter und unkontrollierter Macht an den Finanzminister im Rahmen der Verabschiedung des „Rettungspakets“. In diesem Selbstbedienungsladen wird der Bock zum Gärtner gemacht, um auch einmal ein Sprichwort zu bemühen. In ihrer Gesamtheit scheinen die Maßnahmen geradewegs die Schaffung einer Diktatur anzupeilen. Anders sind die geplanten Schritte, die einer Regierungsclique nahezu unbegrenzte Macht einräumen, nicht zu verstehen. In Bezug auf die Finanzmärkte siehe dazu die Artikel Wird Washington die Wall Street verstaatlichen? und Weitere Hintergründe zu Henry Paulsons versuchtem Finanzputsch.

Es gibt in diesem Septar noch ein Rätsel:

Wie paßt der Irakkrieg ins Bild? – Die Auslösung des Mars

Am 20.03.2003 begann der sogenannte Irakkrieg. Die USA überfielen oder sollte man sagen befreiten den Irak wegen einer vorgeblichen Bedrohung ihrer eigenen Sicherheitsinteressen. Mit der betrügerischen Darstellung von Fakten, wie dem „Beweis“ für Massenvernichtungswaffen und der nicht existenten Verbindung des Irak zum Terrornetzwerk Al-Quaida setzte sie jeden Rest von Vertrauen in eine angenommene gewisse verbliebene Ehrenhaftigkeit der USA weltweit außer Kraft. Neben dem Krieg selbst und seinen geopolitischen Auswirkungen gibt es zwei schreckliche Konsequenzen auf der Metaebene: Zum einen wurde die vorauseilende Aggression salonfähig gemacht. Zum anderen wird seitdem auch von anderen Machthabern auf jede Art von Aufrechterhalten der Fassade verzichtet. Die Fassade war zwar stets nur Fassade, aber ihr Wegfall beschleunigt den Verfall der Sitten und Gebräuche auf dieser Welt erheblich. Dabei überträgt sich diese Haltung aus dem politischen Rahmen auch rasend schnell auf den geschäftlichen und privaten.

Nun, exakt zu diesem Datum löste sich in unserem Septar im Phänomensrhythmus per direktem Überlauf der Mars in Haus 2 aus. Die Aggression im Revier. Wie weiter oben erwähnt, beherrscht Mars das 7. und 8. Haus. Die Aggression ist also im öffentlichen Bewußtsein und sie ist die Herrscherin des Plans.

Nun kommt die Aggression überraschenderweise aber nicht von außen, wie man angesichts dieser Konstellation meinen könnte, sondern geht vom eigenen Territorium aus. Mit Mars auf 9,2 Skorpion, also auf einem Sonne-Pluto-GSP geht es ganz im Sinne der Aspekte Mars-Pluto-Sonne um Macht und Unterwerfung. Das Horoskop ist ausnehmend klar darin, daß sich diese auf das eigene Revier beziehen. Nicht nur geht die Aggression vom eigenen Territorium aus, nein, sie dient auch der Unterwerfung der eigenen Gesellschaft. Mit Jupiter-Pluto in Haus 8 auf einem Mondknoten-Saturn-GSP ist dieser Krieg tatsächlich mit einem kollektiven Sterben verbunden. Mindestens unter US-Soldaten und irakischer Bevölkerung.

Ich kann aus diesem Septar nur einen Schluß ziehen. Der Irakkrieg war genauso Teil eines aggressiven Herrschaftsplans wie die Manipulation der Finanzmärkte durch einen 5.Haus-Casino-Rausch. Beide Geschehen stehen nicht singulär, sondern sind als Teil einer Strategie zu verstehen.

Dieser Mars, der sich 2003 im Phänomensrhythmus auslöste, wird im November 2010 gegenläufig im Fügungsrhythmus ausgelöst werden. Möge der nächste Präsident weiser sein und diesen Ball nicht auffangen.

Es gibt einige interessante Verbindungen zwischen diesem Septar und Vater und Sohn Bush, z.B. auch mit der Rede zur Neuen Weltordnung von George H.W. Bush, dem ehemaligen Präsidenten der USA. Details folgen. (Bitte hier entlang…)

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