oder:

WIE DER WAHN DER MACHT DEN SELBSTGESCHAFFENEN ZWANG DER BEDINGUNGEN ABWÄLZT

Ein sogenannter Gipfel der Mächtigen tagt in London, um über die weitere Vorgehensweise in Sachen Weltfinanzkrise zu befinden. Wo es vordergründig um die „Bewältigung einer Krise“ geht, werden in Wirklichkeit ganz andere Weichen gestellt. Wir erleben die Fortsetzung des Pluto-Uranus-Sonne, unter dem diese Krise aufgebrochen ist. Wer Interesse hat, lese meine früheren astrologischen Analysen hierzu.

Das aktuelle Äquinoktium*, berechnet auf London ist von entwaffnender Präzision in der Darstellung des Wirkenden:

aequinoktium-london-2009

Äquinoktium 2009 – London

*Ein Äquinoktium ist das Horoskop, das auf den Tag des Eintritts der Sonne in das Tierkreiszeichen Widder gestellt wird. Es kann für ein Vierteljahr gelten, bis zum Eintritt der Sonne in den nächsten Quadranten bei 0° Krebs, später bei 0° Waage und 0° Steinbock, oder aber als zuständig für das ganze Jahr gesehen werden. Hier wird es auf das volle Jahr bezogen und rhythmisch durchlaufen. Auf diese Weise ist es ein guter Anzeiger der Zeitqualität, der für dieses Jahr an diesem Ort zu einem gegebenen Zeitpunkt speziell wirksam ist. Das zeitliche Durchlaufen eines Jahres erreicht man, indem man das 1. Septar im 1er-Rhythmus anzeigen läßt. Dann entspricht ein Haus einem Monat und alle zwölf Häuser entsprechend dem ganzen Jahr.

Das ist doch der Gipfel

Eine Sonne-Uranus-Konjunktion prangt auf der Achse, mit Uranus exakt am MC im Orbit von 22,5° Fische, einem GSP von Sonne-Uranus. Die Konjunktion steht im Quadrat zu Pluto im sechsten Haus.

Dies sagt: Die Mächtigen, die der Welt ihren Stempel aufdrücken (Sonne-Pluto) sind in ihrer manischen Selbsterhöhung dem Wahn (Sonne-Uranus) verfallen, die Geschicke der Welt zu leiten, in wahnwitziger Verkennung des wirklich vom Himmel Geschickten. So ist dies die folgerichtige Fortsetzung der Geschichte der Unterdrückung von Ursprüngen (Pluto-Uranus). Unter dem geplanten Zusammenbruch in der sogenannten Weltwirtschaftskrise (Pluto-Sonne-Uranus) wird nun weiter gewerkelt.

Das Konglomerat der Aspekte umfasst nicht nur Sonne-Uranus-Pluto. Auch Saturn und Mars haben sich angeschlossen. So wird hier in einer Diplomatie der Scheinharmonie (Saturn-Uranus) die Mehrheit der Menschen in Geiselhaft genommen (Saturn-Pluto). Die irdische Auswirkung von Saturn-Pluto, wird als reale Gefangenschaft in falschen Regelungen als Sonne-Merkur am MC wirksam und bestimmend.

Betrachten wir die Stellung von Sonne-Pluto näher. Die Sonne beherrscht das zweite und dritte Haus der Erscheinungswelt. Pluto aus dem sechsten Haus kennzeichnet den Zwang der Ökonomie, der gewachsene Reviere individuellen Lebens jetzt zerstört und verhindert. Keiner soll mehr König seines individuellen kleinen Reviers sein, keiner soll mehr seine Bestimmung in der konkreten Welt ausüben können. Der Zwang der Lebensbedingungen soll ein Dasein nach der Bestimmung noch weiter verunmöglichen (Pluto als Herrscher des fünften Hauses).

Fazit: Man schließe sich entweder der Wahnwelt des Prinzips „Elite durch Betrug“ – mittlerweile völlig salonfähig – tatkräftig an, oder man verharre in der Gefangenschaft stillschweigender Existenzangst und lasse sich in einer gut orchestrierten Massenopferung auspressen und sich menschenwürdiger Lebensbedingungen berauben. Darunter ist nicht nur die menschenunwürdige Armut von Slumbewohnern zu verstehen, sondern auch ein Leben unter dem beständigen Damoklesschwert vom Niedergang der eigenen Existenz durch die gewissenlose, alle Grenzen des Himmels mißachtende „Profitoptimierung“. Ich habe wirklich keine Einwände gegen Gewinne, auch nicht gegen die Existenz von Ärmeren und Reicheren. Nichts geht so sehr an der Wirklichkeit vorbei wie Gleichmacherei. Aber gewissenlose Weltzerstörung unter dem Fähnchen einer „Geschäftswelt, die nun mal so ist“ verdient, als solche entlarvt zu werden.

Die Proteste

Genau dies tun protestierende Menschen in London in diesen Tagen vor den Augen der Mächtigen, die dieser Protest aber wohl kaum erschüttern wird. Der Protest steht unter dem Signum von Mars-Saturn, gerichtet gegen Pluto. Es ist der ohnmächtige Wunsch, gegen die falschen Autoritäten anzugehen und sich aus der Gefangenschaft des Saturn-Pluto, sprich der Knechtschaft der finanziellen Lebensfremdbestimmung zu befreien. „Wir bezahlen Eure (selbst fabrizierte) Krise nicht!“ ist der Kernschlachtruf. Mars wendet sich im neunten Haus gegen die manisch-elitäre Anschauung einer gänzlich schamlosen Elite, die den notwendigen Saturn der Begrenzung auf die „normalen Menschen“ zu übertragen und abzuleiten sucht. Möge doch Saturn im dritten Haus bitteschön deren Aktionsradius einschränken. Das Problem an Mars-Saturn ist, daß zwar falsche Autoritäten erkannt werden, (da nützt auch die Empfehlung an die Londoner Banker, während des Gipfels keine Krawatte zu tragen, nur bedingt…), daß sich jedoch ohne Selbsterkenntnis und Empfindung der eigenen Bestimmung die Energie nur zu oft in Zerstörung und Gewalt erschöpft.

Apropos Schlacht

28° Krebs, Mars-Pluto und Merkur-Saturn. Dieser GSP wird im Äquinoktium von London gerade überlaufen. Merkur-Saturn ist ja im Verein mit Mars-Saturn auch als Aspekt im Horoskop vorhanden. Zugleich löst sich Pluto aus.* Die Daseinsverhinderung wird im Sinne eines ökonomischen Zwanges maßstäblich für die Allgemeinheit festgeschrieben. Mars-Pluto. Es ist tatsächlich eine Schlacht, vielleicht der Auftakt zu einem Krieg gegen die Regelungen einer selbsternannten Autorität, die jegliche Salbung durch den Himmel vermissen läßt. Die Führer dieser Welt bieten ein Panoptikum, das vom Dilettanten bis zum Egomanen alles zu bieten hat. Die Wut wächst jedenfalls proportional zur empfundenen Ohnmacht gegenüber dem gigantischen legalen Raub, der keine Luft mehr zum Atmen läßt und das Potential für eine bessere Welt in weite Ferne rückt.

*Pluto löst sich zwar im Phänomensrhythmus aus, doch geschieht dies über den Herrscher der anderen Richtung, nämlich über die Sonne. Ich habe diese Auslösbarkeit eines Planeten an seiner relativen Stellung im Haus über die Herrscher beider Richtungen so unzählige Male beobachtet, daß ich keinerlei Zweifel daran hege.

Ein neues Modell

(Saturn-Uranus-Opposition: Regulatorische Disziplinierung im Sinne eines pervertierten Saturns auf der einen Seite – die Manie himmelwärts strebender Schuldenanhäufung im Sinne eines pervertierten Uranus auf der anderen Seite – und wo bleiben Wahrheit und Vernunft?)

Uranus steht am MC, eine Himmelsmitte, die in diesem Fall nicht die Bestimmung, sondern die Bestimmenden kennzeichnet, nämlich die Sonne-Pluto Oligarchie, die hinter den Kulissen die scheinbar Mächtigen steuert. Als Herrscher über das achte und neunte Haus läßt Uranus hier ein neues Modell und eine neue Anschauung maßgeblich werden. Tatsächlich will man ja eine neue Regelung der weltweiten Finanzmärkte verabschieden. Die deutsche Fraktion, das Duo der Kanzlerin und ihres Finanzministers steht in diesem Horoskop klar unter dem Signum von Merkur-Saturn. Sie fordern strenge Disziplin, die regulatorisch umgesetzt werden soll. Wie traurig! Die menschgemachte Moral in Form von Gesetzen – nur allzu schnell geht sie verloren, wird ausgehöhlt, unterwandert. Dieser billige und unzureichende Ersatz für die empfundene Grenze, die der Himmel als Bestimmung setzt, soll es nun richten.

Dieses Streben nach Regulation paßt natürlich den angelsächsischen Erfindern der Deregulation der Finanzmärkte (unter der Clinton-Regierung) absolut nicht in ihr Kalkül. Sie sind angetreten, die Interessen der wahren Mächtigen, der Finanzeliten zu wahren. Unvorstellbare Summen von gigantischen, nie dagewesenen Dimensionen, sollen von den Staaten, sprich den Menschen, die standardmäßig bereits jetzt in Form von allen möglichen und unmöglichen Steuern durchschnittlich um mehr als die Hälfte ihres Einkommens gebracht werden, in diese Wirtschaft gepumpt werden. Im Endeffekt werden die Schulden, die von Staaten im Namen ihrer Bürger gemacht werden, turmhoch über ihnen lasten und sie knechten. Sie bezahlen die Zeche für die vergangenen Jahrzehnte der systematischen Ausplünderung und sollen jetzt gleich die „Konsolidierungsprozesse“ von Mega- Bank- und anderen Konzernen weiter finanzieren, die aus dieser Krise als lächelnde Gewinner hervorgehen werden, während sie selbst um die Früchte ihrer Arbeit betrogen sein werden, sei es durch Arbeitslosigkeit, überhöhte Steuern, Inflation oder gar durch eine alle Ersparnisse eines Lebens, Renten und Pensionen vernichtende Währungsreform.

Allein in Deutschland gingen bereits Hunderte von Milliarden an Banken, angeblich, um den Kreditfluß wieder herzustellen. Aber weder die Kredite, noch die von der der Europäischen Zentralbank gewährten niedrigen Leitzinsen werden an die normale Wirtschaft und an investitionswillige Bürger weitergegeben. Die Selbstbedienung geht fröhlich weiter, Bonizahlungen an Bankmanager sind hier das geringste Übel, jedoch von Symbolcharakter. Man muß sich wirklich fragen, aus welchem Grund Politiker Verträge mit Banken schließen, die den angeblichen Grund für die Vergabe dieser gewaltigen Unterstützungssummen nicht durch entsprechende Klauseln gewährleisten. Wer hier wohl wen womit in der Hand hat? Man ahnt ein Geflecht von unsichtbaren gegenseitigen Verpflichtungen. Manchmal, aber nur sehr selten, wird solch ein Geflecht gegenseitiger Vorteilsnahme, Abhängigkeit, Verpflichtung und Erpressbarkeit offen gelegt, wie z.B. durch die mutige französische Richterin Eva Joly, die den größten europäischen Korruptionsskandal der Geschichte um den Konzern Elf Aquitaine und diverse europäische Regierungen in all seiner Schäbigkeit und Ruchlosigkeit eher zufällig aufdeckte und dann trotz massiver Einschüchterungsversuche und Bedrohung ihrer Person in das Licht von Gesetz und Öffentlichkeit zerrte.

Zwangsintegration in eine Neue Welt

Da fragt man sich, was die Venus des Kollektivs in diesem Horoskop zu vermelden hat. Tatsächlich ist sie Teil der Aspektfigur. Im zehnten Haus nimmt sie als Venus-Saturn-Merkur alle in die Zwangsverheiratung einer maßstäblich werdenden Regelung, nach welcher die Öffentlichkeit im Sinne des Zeitgeists auch noch selbst ruft (Saturn als Herrscher des siebten Hauses).

Jupiter als Herrscher des sechsten Hauses im achten Haus bestätigt übrigens, daß der ökonomische Zwang der Bedingungen planvoll als Vorbereitung einer künftigen Gegenwart gefügt wird. Der Mann hinter dem Präsidenten der USA, Zbigniew Brzezinski, seinerseits ideologisch überzeugter Vasall der Finanzelite, wird zufrieden sein. Hier werden entscheidende Grundsteine für eine neue Finanzkontrolle gelegt. Es ist natürlich eine andere Kontrolle, als Frau Merkel und die Öffentlichkeit glauben. Sie ist die Voraussetzung für die nächste Realisationsstufe seiner und seiner Freunde ehrgeizigen Pläne. Seiner Ansicht nach ist der Lebensstandard in den USA, natürlich auch im restlichen Teil der westlichen Zivilisation, immer noch viel zu hoch. Das sagt der überaus intelligente alte Mann, der seit seinem jungen Erwachsenenalter alle amerikanischen Regierungen beraten hat und beriet. Seine Hoch-Zeit war die Ära Carter/Clinton. Verblüffend viele Mitglieder der Regierung Clinton finden sich nun in der neuen Regierung von Brzezinskis Zögling Barack Obama, natürlich schon etwas älter als damals. Dieser Mann also hat vollkommen Recht mit seiner Aussage. Der Lebensstandard der westlichen Welt konnte überhaupt erst durch die Ausplünderung der armen Kontinente zustandekommen, ist nicht selbst verdient und kann nicht dauerhaft gehalten werden, sondern nur scheinbar in aufeinanderfolgenden Spekulationsblasen von nicht real existierendem Wachstum. Eine Reform ist nötig.

Zbigniew Brzezinski und seine Herren haben hier ihre eigene Zukunftsvision: Eine Weltregierung. Die USA, Erfinder der Globalisation, wird die letzte Supermacht sein und in eine Weltregierung überführen, die für die Masse eine Art Konsumkommunismus im Überwachungsstaat installiert hat. Dies ist beileibe kein Widerspruch. David Rockefeller, der andere alte Mann, der den polnischen Entwurzelten Brzezinski seinerzeit als intelligenten Strategen in seinem Sinne entdeckt hat, sagte einmal sinngemäß, daß es ihm völlig egal sei, unter welcher Regierung und unter welchem System er die Wirtschaft dirigiere. Dieser gelenkten Masse steht in jener Zukunftsvision eine Führungselite in Form einer allmächtigen Finanz-Oligarchie der Mega-Reichen gegenüber, die die Welt nach Gutsherrenart verwaltet. Zur Umsetzung dieser Vision muß die Weltbevölkerung noch drastisch reduziert werden, allerdings nicht gleichmäßig, sondern unter besonderer Berücksichtigung der natürlichen Herrschaftsrasse. (Zum Thema der Möglichkeit von Geburtenkontrolle und Bevölkerungsreduktion mit Hilfe von GMOs finden sich Informationen im Artikel Svalbard Global Seed Vault Teil 1 und seinen Fortsetzungen.)

Wer nun glaubt, es handle sich bei diesen Aussagen um verschwörungstheoretische Spinnereien, lese nur Zbigniew Brzezinski im Original. Er hat genügend Bücher geschrieben und darin nie ein Blatt vor den Mund genommen. Manchmal täte man gut daran, bestimmte Bücher zu lesen und sie auch ernst zu nehmen. Eines jener Bücher, die man besser gelesen und ernst genommen hätte, war „Mein Kampf“. Ich möchte Herrn Brzezinski ganz bestimmt nicht mit Hitler vergleichen. Es ist nur so, daß bestimmte Dinge so unwahrscheinlich klingen, daß man sie einfach nicht ernst nimmt. Auch die Vorstellung einer Weltregierung durch Finanzeliten ist so eine Idee. Dabei ist er nicht irgend jemand, sondern gehört sozusagen zum Ältestenrat des Clubs der mächtigsten Männer dieser Erde, dem Bilderberg Club.

Zurück zum Äquinoktium: In der Fügungsrichtung läuft London über den GSP von 7° Krebs, steht also derzeit unter Sonne-Uranus. Der geplante Zusammenbruch ermöglicht eine Manie neuen Ausmaßes. Man wird sich noch nach dem Raubtierkapitalismus als vergleichsweise harmlosen Vorgänger zurücksehnen. Dies mag vielleicht nicht für jene zutreffen, die mit einem gestalt- weil bestimmungslosen Dasein unter Brot und Spielen zufrieden sind, das uns von den selbsternannten Herren der Welt zugedacht ist.

Nachtrag: Der Gipfel hat seinen Abschluß gefunden. Wie nicht anders zu erwarten war, hat sich die angelsächsische Schuldenmafia durchgesetzt. Der Spiegel titelt: „Industriestaaten pumpen eine Billion Dollar in die Märkte“. Genau sind es 1.100 Milliarden Dollar! Die Welt: „G 20 will mit 1000 Milliarden Dollar die Welt retten“. „Focus“ und „Financial Times Deutschland“ titeln mit dem „Beginn einer Neuen Weltordnung.“ Nun, spätestens hier werden meine treuen Leser aufmerken! Eine Suche nach „Neue Weltordnung“ auf dieser Seite ergibt immerhin vier Artikel, in dem der Begriff vorkommt. Der größte Teil des Geldes wird über den Internationalen Währungsfonds fließen, der damit Dritte Welt und Schwellenländer weiter fest in seinem Griff haben und nach seinen dubiosen Zwecken kontrollieren wird. Neue Schuldner war das einzige, was das räuberische Finanzsystem an diesem Punkt brauchte, das wirkliche Ziel, das dieser Gipfel auf Kosten der Staaten bzw. ihrer Bürger sicherzustellen hatte. Es darf nämlich keinesfalls passieren, daß dem kriminellen Schneeballsystem des Wahnsinns (Ponzi-Trick s. u. Artikel von Ellen Brown) die Basis abhanden kommt.

(Literatur im Netz: ein Artikel von F. William Engdahl zur gegenwärtigen Situation der Banken, ein zweiter Artikel von ihm über Obamas weiteren Bankenrettungsplan, den Menschen mit hohem Blutdruck lieber nicht lesen sollten, und ein sehr kompetenter Artikel von Ellen Brown zum größten Wohlstandstransfer der Geschichte (englisch), dessen deutsche Übersetzung hier zu lesen ist.)

Ergänzung: Hier noch ein jüngerer Artikel von Ellen Brown zum Thema Ponzi, der hier auch in deutscher Übersetzung verfügbar ist.

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