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„Verax“ ist lateinisch und bedeutet „wahr redend, die Wahrheit sagend“. Dieses Pseudonym wählte Edward Snowden als Identität für seine elektronische Kommunikation via Internet.

Es ist zugleich die zentrale Aussage seines Horoskops, gekennzeichnet durch die Konstellation Mars-Neptun-Sonne und Merkur im zwölften Haus. Eine weitere treffende Beschreibung ist die eines „weltberühmt gewordenen im Transit Gefangenen“, gekennzeichnet durch die Konstellation Merkur-Uranus-Jupiter-Saturn-Pluto.

Aber der Reihe nach, deuten wir am besten entlang den stets äußerst zutreffenden Struktur- und Dynamikbeschreibungen der Verbunddeutung.

(Wer es geschafft hat, an der Medienberichterstattung vorbei nicht zu wissen, wer Edward Snowden ist, noch was er getan hat, möchte sich an dieser Stelle vielleicht zuvor einen Überblick verschaffen, zum Beispiel hier.) Den Rest des Beitrags lesen »

Die bisherige Analyse hat ergeben, daß es eine inhaltliche Verbindungslinie zwischen der Katastrophe, die Japan seit dem 11. März 2011 heimsucht, und seinem Trauma von Hiroshima und Nagasaki gibt. Diese Verbindung ließ sich astrologisch auf vielfältige und sehr eindrucksvolle Weise untermauern.

Aber was ist des Pudels Kern? Weshalb ist Japan wiederholt zum Blitzableiter für explosive Mundankonstellationen geworden, welche das Zerstörungspotential der künstlich von Menschen entfesselten Atombindekräfte freisetzen? Japan sitzt, wie viele andere gefährdete Länder auch, auf spannungsgeladener Erde. Dies ist Teil seines Schicksals. Auf einem Land vulkanischen Ursprungs in einer der Hauptspannungszone der Erde wird ein Volk vom Konflikt zwischen Uranus und Saturn durchdrungen und geprägt. In Vulkanen geschieht der sporadisch-rhythmische Wechsel zwischen der Blockade in der Stauung und dem explosiven Durchbruch in der Überwindung der Stauung jeweils plötzlich in vom Menschen unvorhersehbaren Rhythmen. Dasselbe läßt sich für die enorme Spannung von Kontinentalplatten, deren Ränder an ehemaligen Bruchlinien untereinander driften, sagen. Wie reagiert die Bevölkerung solcher Orte auf diese permanente Spannung? Sicher unterschiedlich. Kalifornien huldigt dem Uranus, ist avantgardistisch immer am Neuen orientiert und stellt die persönliche Freiheit über alles. Japaner zeigen sich in einer Art Gegenreaktion zu ihrer Landschaft extrem in ihrem Bedürfnis nach äußerer Harmonie und Gelassenheit. Jeder Bruch wird kaschiert, scheinbar überbrückt. Harmonie ist eine gesellschaftliche wie individuelle Maxime. Anspannung wird gehalten und nicht nach außen abgeleitet. Da scheint der beliebte Ausgleich von Sake und Karaoke als Spannungsabbau und Ausgleich zur unmenschlichen Alltagsdisziplin geradezu lebenserhaltend. Den Rest des Beitrags lesen »

Wir haben gesehen, daß in allen relevanten Zeithoroskopen, die ich hier zur Untersuchung der Reaktorkatastrophe von Fukushima herangezogen habe, zum fraglichen Zeitpunkt immer und immer wieder Pluto ausgelöst wurde, und zwar vornehmlich als Mars-Pluto, meist als Mars-Pluto-Uranus. Wir sprachen vom blockierten und verdrängten Ursprung, der infolge einer Defigurierung, einer Aufhebung der Materie als massive Zerstörung und Strahlung unmittelbar Erscheinung wird.

Nun, die Antwort liegt ebenso nahe, wie sie im Falle des Absturzes der polnischen Regierungsmaschine nahe Katyn lag. (Siehe NOCH IST POLEN NICHT VERLOREN TEIL I – Ein Flugzeugabsturz als „zweites Katyn“ ?) Es gibt auch hier einen Zusammenhang mit der Vergangenheit, der sich aufdrängt und mindestens ebenso augenfällig ist. War es dort das Massaker von Katyn, das mir als erster großer Knotenpunkt der Vergangenheit auf einer (schließlich recht ausgedehnten) Reise in die Historie begegnete, so ist es hier eine andere Katastrophe der Vergangenheit, auf die wir als erstes stoßen. Es geht um den Atombombenabwurf auf Hiroshima und nachfolgend Nagasaki. Ausgerechnet Japan! Ich bin sicher, daß dieser Gedanke angesichts der Reaktorkatastrophe in Fukushima durch viele Köpfe geschossen ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Äquinoktien zur Katastrophe in Japan

Um die Einbettung der dreifachen Katastrophe von Japan in diverse Rhythmen der Zeit zu untersuchen, soll zunächst das geltende Äquinoktium von Tokio als maßgeblich für Japan beleuchtet werden. Hier fällt sofort auf, daß es zwei Äquinoktien sind, die in Betracht gezogen werden müssen, denn die Katastrophe fand kurz vor dem astrologischen Frühling statt und setzt sich im frischen Äquinoktium fort.

Äquinoktium 2010 Tokio

Äquinoktium 2010, 20.03.2010, 17:29:36h GMT, Tokio

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Die Zerstörung der Kernreaktoren in Fukushima beginnt mit einem der stärksten Erdbeben, die jemals von Menschen gemessen wurden. Das Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala hatte, wie man weiß, einen furchtbaren Tsunami zur Folge, der als solcher noch verheerendere Zerstörung nach sich zog, als das gewaltige Erdbeben selbst es getan hatte.

Erdbeben vor Ostküste Japans

Erdbeben vor der Ostküste Japans, 11.03.2011, 05:46:25h GMT,
Bebenzentrum: 142O22, 38N19

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Über den Stein des Anstoßes

Wann und wo beginnt das Ungelöste, das lange Zeit später bei jeder Aktivierung als Verderben Eingang in die Erscheinung erhält? Meist sind es nur Knotenpunkte, die man zu sehen bekommt, an denen auf das bereits Verdrängte weiteres Ungelöstes gehäuft wird. Aber irgendwo hat es auch seinen Anfang, genau so, wie sich solche Fügungsstränge auch wieder abschwächen und auflösen können, wenn die Menschen ihr Leben so leben, daß die ausgeschlossene Gestalt wieder ins Leben einfließt.

Mir ist in der polnischen Geschichte ein solch markanter Punkt ins Auge gefallen, ein Stein des Anstoßes der Kugel des Verdrängten, die rollt und rollt…

In der Zeit der Adelsrepublik war es zur eklatanten Führungsschwäche und Handlungsunfähigkeit Polens gekommen. Der „Stein des Anstoßes“ hierzu war das Aussterben des Mannesstammes in der Herrscherdynastie der Jagiellonen gewesen. Erst infolge des Erlöschens dieser Dynastie wurde Polen-Litauen von der Erbmonarchie in eine Wahlmonarchie überführt.

Der letzte König der Jagiellonen war Sigismund II. August, der trotz seiner drei Ehen kinderlos blieb.

Der kinderlose König:

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Noch ist Polen nicht verloren…

Man kann sich nicht helfen, dieser Beginn der polnischen Nationalhymne wirkt einfach wie das Pfeifen im Walde. Schon rein semantisch zwingend droht das Damoklesschwert des unausgesprochenen Nachsatzes „aber vielleicht bald“. Daß solch ein Text zur Nationalhymne avancieren kann, ist Zeichen gewordene Volksidentität. „Verloren“ ist geradezu der Schlüsselbegriff für Polen. Diesem Volk ging immer wieder sein Ort, sein Revier verloren. Beim Versuch, sich einen Überblick über die Geschichte Polens zu verschaffen, gerät unweigerlich die chaotische Verlorenheit dieses Volkes auf unsicherer Erde in den Fokus. Alle Versuche einer dauerhaften Sicherung von Landesgrenzen und der Schaffung eines unabhängigen Staates scheiterten durch die Geschichte hindurch immer und immer wieder. Polen erscheint als der ewige Zankapfel, die ewige Beute, die es aufzuteilen gilt. Zerrissen, teilweise zusammengefügt, wieder auseinandergerissen, erneut geteilt, verschachert, erst Teil jener Großmacht, dann Teil jenes Weltreichs. Wer oder was ist Polen? Genau das. Nach dem langen und wiederholten Erleben der Opferrolle ist es in der eigenen Wahrnehmung zuvorderst Opfer.

Soll sich das ändern, soll sich dieses Empfinden ändern, und soll es künftig nicht wieder Opfer werden, dann ist die Aufschlüsselung des Verdrängten dringend erforderlich. Der Opferwerdung geht zwingend eine Schwächung voraus. Leben verläuft prozeßhaft, gewisse Dinge können nur geschehen, wenn andere vorangegangen sind. Auf diese Weise baut sich Ungelöstes, Verdrängtes auf, aber auch wieder ab. Daß Polen wie zuletzt zwischen zwei Reiche des Bösen, das stalinistischen Rußland und Hitler-Deutschland geraten ist und zu deren Spielball reduziert wurde, ist Folge der Geschichte, die davor stattfand. Es gilt, den Faden am Beginn der Schwächung und der Opferrolle aufzunehmen, diesen gilt es zu verstehen. Dabei muß man in der Geschichte schon ein Stück zurück gehen. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Zeitenachse zwischen dem Massaker von Katyn und dem Absturz auf dem Weg nach Katyn

Hierzu möchte ich zweierlei Techniken anwenden:

I) das zuständige rückwärtige Septar des Absturzes

II) die Auslösung beider Ereignisse im den Septaren der zuständigen Großen Mutations-Konjunktionen

In den folgenden Septaren wird der inhaltliche Zusammenhang zwischen den beiden Geschehnissen weiter untersucht. Diese Exploration hat sich umfangreicher gestaltet, als zu Beginn der Arbeit absehbar war. Doch sind alle besprochenen Septare zu interessant, um sie einfach wegzulassen, sie stellen bereits eine Auswahl der sinnvollerweise in Frage kommenden Septare dar. Allein als Berechnungsgrundlage für die Zeitseptare der Großen Konjunktionen stehen die Hauptrhythmen Sieben und Zehn zur Verfügung, jeweils alternativ bezogen auf die Orte Katyn und die polnische Hauptstadt Warschau. Wer diesem Tiefenritt nicht folgen will, mag sich entscheiden, gleich zum III. Teil zu springen. Den Rest des Beitrags lesen »

Dieses Ereignis ist eines der ganz seltenen, bei denen sogar Presse und Volk einen inhaltlichen Zusammenhang mit Inhalten der Vergangenheit herstellt, der sich sonst oftmals nur astrologisch darbietet, indem die rhythmische Wiederkehr von Inhalten in Form bestimmter Ereignisse entlang von dynamischen Horoskopstrukturen sichtbar und verstehbar wird.

Dem polnischen Volk erscheint es wie ein Fluch, daß erneut praktisch am selben Ort ein Teil seiner Führungsschicht umkommen sollte, an dem schon 1940 ein erheblicher Teil der Elite Polens einen horriblen gewaltsamen Tod fand. Und nun dieses Unglück ausgerechnet bei der Anreise zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer von damals. Doch liegt dem scheinbaren Fluch, wie in meinem Vortrag über den Kennedy-Clan beschrieben, vielmehr das Ungelöste zugrunde, das nunmehr in Erscheinung tritt. Es wird sich zeigen, daß sogar dieselbe Planetenkonstellation bei beiden „Flüchen“ eine Schlüsselrolle spielt. Den Rest des Beitrags lesen »

Am 27. April erlaubte sich die Fügung einen schlechten Scherz – so könnte man glauben. Doch folgt sie nur der mannigfachen Verwobenheit der Zeit in ihren Rhythmen.

Ein großer Passagierjet, eine Boeing 747, fliegt an einem heiteren Morgen gegen 10 Uhr im Tiefflug über Manhattan (siehe hier, eine Amateur-Videoaufnahme des Flugs ist hier zu sehen). Sehr tief, sehr nahe an den hohen Gebäuden, in eine Kurve geneigt. Es gibt wohl kaum jemanden, der hierzu keine Assoziationen hätte. Um fast dieselbe Tageszeit flog auf fast derselben Bahn der Jumbojet, der am 11. September 2001 in den Nordturm des World Trade Centers raste. Nur war er diesmal von zwei F16-Fighterjets begleitet. Ein entführtes Flugzeug, das von der Abwehr gejagt wird? Die meisten New Yorker, die um diese Zeit gen Himmel sahen, dachten genau dies. Den Rest des Beitrags lesen »

oder:

WIE DER WAHN DER MACHT DEN SELBSTGESCHAFFENEN ZWANG DER BEDINGUNGEN ABWÄLZT

Ein sogenannter Gipfel der Mächtigen tagt in London, um über die weitere Vorgehensweise in Sachen Weltfinanzkrise zu befinden. Wo es vordergründig um die „Bewältigung einer Krise“ geht, werden in Wirklichkeit ganz andere Weichen gestellt. Wir erleben die Fortsetzung des Pluto-Uranus-Sonne, unter dem diese Krise aufgebrochen ist. Wer Interesse hat, lese meine früheren astrologischen Analysen hierzu.

Das aktuelle Äquinoktium*, berechnet auf London ist von entwaffnender Präzision in der Darstellung des Wirkenden: Den Rest des Beitrags lesen »

Nur weil es ein so schönes Horoskop ist, soll es hier nun gedeutet werden. Es gibt den Moment wieder, zu dem im US-Kongress die Annahme eines Gesetzes (Emergency Economic Stabilization Act of 2008) per Hammerschlag verkündet wurde, das es dem neu geschaffenen „Office of Financial Stability“ ermöglicht, einen 700 Mrd. US$ Fond zur Rettung von Banken einzusetzen. Den Rest des Beitrags lesen »

Die mundane Konstellation Pluto-Uranus-Mars holte Flugzeuge vom Himmel, wie in Madrid und Kirgisistan, die mundane Konstellation Pluto-Uranus-Sonne ließ das globalisierte Finanzsystem zusammenbrechen.

Am 15.09.2008, bereits als „Schwarzer Montag“ bezeichnet, begann mit der Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers der dominoartige Zusammenbruch eines für alle Eingeweihten und Kundigen schon lange absehbaren Bankencrashs, und die größte globale Finanzkrise seit dem Börsenzusammenbruch von 1929 und der folgender Weltwirtschaftskrise wurde nun auch für die Allgemeinheit sichtbar. Der Sonnenstand des offenen Zusammenbruchs ist 22,5 Jungfrau, ein GSP von Sonne-Uranus. Zugleich ist die Sonne in eine Aspektfigur mit Uranus und Pluto eingebunden.

(Technische Anmerkung: Der Aspekt Uranus-Pluto besteht hier rechnerisch nur über die Vermittlung der Sonne, da die Sonne, bzw. der Vollmond an diesem Tag einen Aspekt sowohl zu Uranus als auch zu Pluto bildet. Tatsächlich besteht aber schon seit August ein Aspekt der beiden Planeten, der bedingt durch die wechselnde Rückläufigkeit der Planeten zwischen innerhalb und außerhalb des Orbis oszilliert. Pluto-Uranus wird uns je nach angesetztem Orbis noch viele Jahre begleiten.)

Gemäß Aspekten und GSP bricht also eine auf einer vorstellungsgetriebenen Manie basierende Welt in sich zusammen. Wie titelte Spiegel Online: „Die Welt, wie wir sie kennen, geht unter.“ Da hat jemand Sonne-Uranus-Pluto gut getroffen. Selbst Finanzminister Steinbrück orakelt: „Die Welt wird nicht wieder so werden wie vor der Krise.“

Sonne-Uranus-Pluto:

Einem Zusammenbruch à la Sonne-Uranus geht stets eine Manie voraus, das heißt ein manisches Verhalten, das auf einer Illusion basiert, die mit einer massiven Wahrnehmungsverzerrung im Sinne der Selbstüberhöhung und Selbstüberschätzung einhergeht. Den Rest des Beitrags lesen »

siehe auch die vorangegangenen Artikel:
VON RÖNTGEN BIS HIROSHIMA* 1. Teil – EIN URANUNFALL
VON RÖNTGEN BIS HIROSHIMA 2. Teil – KÜNSTLICHE RADIOAKTIVITÄT UND ENRICO FERMI

Jeder Beginn kann in einem historischen Kontext stets nur relativ sein, da jegliche Entwicklung auf Vorangegangenem aufbaut. Selbst Mutationen und Neuentwicklungen haben einen Ausgangspunkt. Und doch gibt es immer wieder entscheidende Knotenpunkte, an denen grundlegende Richtungen eingeschlagen werden, die erkennbare Kristallisationspunkte darstellen. Und da ist nun einmal recht offensichtlich, daß Wilhelm Conrad Röntgen solch einen Punkt in der Geschichte besetzt. Er gab den Startschuß für eine Entwicklung, die dann rasant vor sich ging. Man kann natürlich immer darauf verweisen, daß früher oder später einem anderen gelungen wäre, was ihm gelang. Das Vorangegangene und das jeweilige Bewußtsein der Zeit bestimmen die Richtung. Das ist ohne Zweifel so. Und doch ist es an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit, nämlich in Würzburg am 8. November des Jahres 1895, ihm gelungen. Und dieser Moment enthüllt im Horoskop seine Zeitqualität, an ihm ist ablesbar, was inhaltlich geschah. Den Rest des Beitrags lesen »

…zwei Brüder, deren einer in seinem Leben im bescheidenen Rahmen recht erfolgreich war und deren anderer zu unsterblichem Weltruhm gelangte, allerdings erst nach dem Ende eines ausgesprochen schwierigen Lebens voller Entbehrung und innerer Kämpfe, ohne den Hauch von Anerkennung für seine schöpferische Leistung…

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– die zu einem spaltbaren Gebilde geworden war. Viel wichtigere Langzeitwirkung:

Er ersetzt die in der Seele empfundene religiöse Gewißheit durch Glauben, indivduell gefügtes gestalthaftes Dasein entsprechend der eigenen Bestimmung durch sozial geregeltes Leben. Seine quälenden persönlichen Ängste um die Errettung seiner sündigen Seele mutieren in deren Kompensation zur allgemeingültigen Zwangsausübung moralischer Pflichten in Staat und Gesellschaft.

Aber besser im Einzelnen…

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Lebendig im Geist…


Nur das ist bildend, was dem Menschen zur Verwirklichung seines Wesens dient. Diese Kraft hat weder das bloße Lernen von außen her, noch die bloße Selbstbetrachtung von innen her, sondern nur der lebendige Akt, die schöpferische Antwort auf die Berührung mit dem Sein der Welt; denn erst in dieser Antwort findet der Mensch sich selbst zugleich mit dem Wesen des begegnenden Seins.

Walter F. Otto